Willkommen.

St. Michaelskirche.

St. Michael.

Grünewald-Altar.

Corona-Info.

Gemeinde-Info.

Karfreitagspredigt.

Ostersonntagspredigt.

Gottesdienste.

Aktuelles.

Trauungen.

Gruppen und Kreise.

Friedhof.

Friedhofsordnung.

Externe Links.

Kontakt.

Impressum.

Kirchengemeinde Lindenhardt

Liebe Gemeindeglieder!

 

Am 1. Januar dachte keiner daran, welch aufregendes Jahr 2020 werden sollte. Das neue Jahr lag noch wie ein ungelesenes Buch vor uns. Im Januar hörte man von Corona-Fällen in China. Aber das war ja weit weg. Auch als man im Februar hörte, dass sich Mitarbeiter eines Betriebs in Oberbayern bei einer chinesischen Mitarbeiterin angesteckt hatten, was das so. Wir planten Ostern. Mitte März ahnten wir, dass dieses Jahr nicht wie sonst wird. Am Sonntag, Okuli, 15. März feierten wir den letzten Gottesdienst. Dann war für 8 Wochen kein Gottesdienst.

 

Nun ist es uns erlaubt, wieder Gottesdienst zu feiern. Der erste soll am Donnerstag, Christi Himmelfahrt, 21. Mai sein. Aber es gibt viele Sicherheitsauflagen!

 

Manchmal denke ich mir: Wann zieht wieder Normalität ein? Gibt es überhaupt wieder so etwas wie Normalität?

 

Auf der anderen Seite: Ohne Corona gäbe es in unserer Gemeinde vieles nicht: die offene Kirche, das spontane Singen am Abend mit viel Abstand, die vielen intensiven Gespräche, das Verantwortungsgefühl für den anderen und noch vieles anderes.

 

"Ich glaube, hilf meinen Unglauben" Mk. 9, das ist die Jahreslosung für dieses Jahr. Eigentlich habe ich mit ihr bis jetzt wenig anfangen können. "Ich glaube, hilf meinen Unglauben" das schreit ein besorgter Vater zu Jesus, weil er möchte, dass dieser seinen kranken Sohn heilt.

 

Vielleicht können wir das in Zeiten von Corona auch bitten: Ich vertraue dir, hilf meinem Misstrauen!!!! Glauben heißt nicht anders als Vertrauen, Vertrauen zu dem Gott, der unser Leben in den Händen hält.

 

Vertrauen wir darauf, dass alles gut wird. Wahrscheinlich anders als wir es uns vorstellen. Dietrich Bonhoeffer sagte ja: Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen. Vertrauen wir den neuen Wegen, die Gott uns weist.

Vielleicht ist es ganz gut, dass wir neue Wege gehen.

 

Ihre Barbara Meister-Hechtel, Pfarrerin